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Kälte des Windes

Ich stehe draußen in der Dunkelheit der Nacht.

Mein Atem geht langsam und gleichmäßig und läst immer mehr kalte Luft in meinen Mund, zieht sie in meine Lungen ohne halt.

Die Kälte durchdringt langsam meine Glieder,

tiefer in meinen Kopf und langsam in meine Brust.

Mein Blick schweift umher,

fixiert jeden Punkt und bleibt doch an nichts haften.

 

Ich spüre wie die Kälte sich langsam weiter ihren weg in meinen Körper bahnt,

wie sie weiter jede Wärme aus meinem Körper zieht.

Meine Augen schließen sich langsam,

mein Atem wird ruhiger, langsamer ohne dass ich es merke.

Und langsam schleicht sich der Schmerz ein.

Ein leichtes, fast schon sanftes stechen.

 

Die Augen öffnen sich wieder und sehen in die Dunkelheit hinein.

Kein Weg ist da, kein Licht erhellt die Orte.

Nichts.

Doch ich beginne mich zu bewegen.

Laufe ohne Ziel im Dunkel umher und sehne mich langsam nach dem Licht und der Wärme.

Doch es kommt kein Licht, keine Wärme.

Es ist nur die kalte Luft und die Nacht da.

 

Ein schwacher Wind zieht auf, streichelt zärtlich meine Wangen, gleitet durch meine Finger und umweht sanft mein Haar.

Ich genieße die zarte Berührung des Windes und spüre nicht wie er den Schmerz in mir nur noch mehr antreibt.

Wie sich der Schmerz bereits in meiner Brust festgesetzt hat.

Wie er mich verlangsamt.

 

Nun stehe ich wieder. Habe jeden Gedanken verloren.

Mein Kopf lehnt nach hinten, die Augen sehen nun die Schwärze des Himmels.

Dabei spüre ich kaum noch meine Arme und Beine, beginne bereits mich an die Kälte anzupassen ohne es zu merken.

Der schmerz läst nach, der Wind weht weiter sanft um mich umher, gibt mir zuflucht und weht meine Gedanken fort.

Mein eigener Geist wird langsam selbst zu jenem Wind der umherweht.

Sanft umweht und zärtlich über die Haut streichelt.

 

Der Wind der mich hält in der kalten Dunkelheit und doch nicht alles an Schmerz nehmen kann.

In jenen verwandle ich mich durch seine Berührung.

Doch kein Wind kann mir meinen Schmerz nehmen.

Den ich stehe allein in der Kälte, ohne ein Ziel, ohne einen Weg, ohne ein Licht.

30.8.09 19:24
 


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